Oman – Alles was du für deinen Roadtrip wissen musst

Der Oman war bis vor einem Jahr nicht mal annähernd auf meiner Bucketlist – zu unbekannt war er bis dahin. Doch meine Arbeit für nomad Reisen änderte alles. Ich begann mich mit dem Oman und vor allem den Reisen mit Geländewagen und Dachzelt zu beschäftigen.

Schnell wurde mir klar – da will ich hin und zwar sobald als möglich!

Im Sommer 2018 war es dann soweit, die Rucksäcke waren gepackt, Flüge gebucht und die Autoübernahme geklärt. Über London ging es nach Muscat, die Hauptstadt des Omans.

Visum

Dein Visum bekommst du seit dem Frühjahr 2018 am einfachsten online unter https://evisa.rop.gov.om/. Dieses kostet für die einmalige Einreise derzeit (Stand 09/2018) 20 OMR was etwa 45 EUR entspricht. Dieses Visum ist 30 Tage gültig und kann erst 30 Tage vor der Einreise beantragt werden. Derzeit ist es auch noch möglich das Visum direkt am Flughafen zu beantragen.

Mietwagen, Campen und Fahren im Oman

Nach einer kurzen Pause nach Ankunft wurde uns auch schon unser Mietwagen von nomad übergeben – ein Toyota Hilux mit Dachzelt und Campingausrüstung. So hatten wir nun alles was das Herz begehrt und waren so gut wie startklar. Ein Stopp in einem der vielen Hypermarkets und schon war auch der Proviant besorgt. So waren wir also gerüstet für unseren Roadtrip durch den Oman.

Im Oman ist das Wildcampen erlaubt, das heißt man darf (fast) überall sein Lager aufschlagen. Ausgenommen sind Städte, Privatgelände oder auch der unter Schutz stehende Strandabschnitt bei Ras al Jinz. Es gibt jedoch im Oman keine Campingplätze, wie man sie in Europa gewohnt ist. Daher gibt es auch keine Sanitäranlagen an den Übernachtungsplätzen. Duschen kann man jedoch mit den Wasserkanistern oder auch in den Wadis.

Camping direkt am Meer

Der Oman ist für Individualreisende sehr bequem zu bereisen, da die Menschen sehr gut Englisch sprechen und auch alle Straßenschilder immer auch auf Englisch sind. Zudem sind alle Sehenswürdigkeiten gut angeschrieben und über meist sehr neue Straßen bequem zu erreichen.

Für die Auffahrt auf den Jabal Akhdar benötigst du zwingend einen Allradwagen, da du sonst nicht auf den Berg hinauf fahren darfst. Auch für den Jabal Shams und die Fahrt durch das Wadi Bani Awf wäre ein 4WD ratsam. Solltest du eine Fahrt in die Wüste planen, musst du dich entweder in Al Wasil abholen lassen oder mit dem 4WD eine schöne Sandpiste zum Camp fahren.

Es gibt neben den Hauptstraßen auch sehr viele Pisten und ein paar Offroadstrecken, welche mit etwas Erfahrung gut zu meistern sind. Routen und Campingplatzvorschläge findet man im explorer Offroad Guide Oman, welcher jedoch (fast) nur im Oman erhältlich ist. In diesem finden sich genaue GPS-Koordinaten und Beschreibungen zu den jeweiligen Routen. Prinzipiell ist auch der Kauf einer SIM-Karte zu empfehlen, da viele Navigationssysteme nicht alle Orte und Straßen kennen. So kannst du bequem Google Maps im Online Modus verwenden. Alternativ funktioniert Maps Offline und auch maps.me sehr gut.

Die beste Jahreszeit

Eigentlich wird jedem von einer Reise im Sommer abgeraten, doch aus diversen Gründen war für uns nur diese Jahreszeit möglich. Im Nachhinein gesehen, kann ich eine Reise im Sommer auch wirklich empfehlen! Vor allem gegen September hin wird es auch wieder kühler, die großen Touristenströme bleiben allerdings noch aus. Das habe ich an unserer Reise wirklich sehr genossen – man hatte die meisten Campingplätze, Wanderungen und Forts so gut wie für sich allein!

Impfungen

Prinzipiell sind im Oman die Standardimpfungen ausreichend. In manchen Gegenden gibt es jedoch ein sehr geringes Malaria-Risiko. Alle Informationen findest du auf der Seite des auswärtigen Amtes oder des Robert Koch Instituts.

Essen und Trinken

Über die Qualität des Leitungswassers im Oman habe ich sehr unterschiedliches gehört. Ich würde prinzipiell eher vom Konsumieren des Leitungswassers abraten, jedoch gibt es in vielen Orten Trinkwasserspender. Dieses Wasser sollte trinkbar sein, kann jedoch für einen empfindlichen Magen auch nicht ideal sein. Wir haben zumeist Trinkwasser in großen Kanistern gekauft und dann auf die kleinen Flaschen verteilt. Brauchwasser konnten wir in all unseren Hotels ohne Probleme auffüllen lassen und kamen damit immer bis zum nächsten Hotelaufenthalt gut aus.

Im Oman gibt es sowohl kleine lokale Restaurants mit unterschiedlichen Speisen als auch in den größeren Städten große Kettenrestaurants. Wenn du mit dem Jeep und Dachzelt unterwegs bist, wirst du zumeist selbst kochen. Zutaten erhältst du entweder an den jeweiligen Märkten oder den vielen Supermärkten im Land. In den größeren Städten finden sich auch Hypermarkets der Ketten Carrefour und Lulu, in welchen du wirklich alles bekommst. Frischen Fisch kannst du auch in diesen Supermärkten oder auf den lokalen Märkten günstig erwerben.

Zu empfehlen sind das Kargeen Restaurant in Muscat und das Bin Ateeq in Nizwa. Hier kannst du dich durch die omanische Küche kosten. Im Bin Ateeq isst du in einem kleinen abgetrennten Raum auf Teppichen am Boden.

Kleidung

Mit Ausnahme des Besuchs der großen Moschee und des Bergdorfes Misfat al Ibreen wird einem nirgendwo lange Kleidung strikt vorgeschrieben. Ich würde jedoch lange Hosen empfehlen. Auch bei der Wanderung in den Wadis trafen wir immer wieder auf leichtbekleidete Touristen. Die Omanis würden diesen gegenüber nie ungut oder aufdringlich werden, sondern sich im Gegenteil von diesen entfernen, ich finde es jedoch wichtig, sich im Gastland entsprechend zu kleiden und würde daher stets ein T-Shirt und Shorts oder Leggings beim Besuch der Wadis empfehlen! Zudem muss man meist ein Stück wandern um zu den Becken zu gelangen und dies ist bekleidet auch angenehmer – nicht zuletzt wegen der Sonne.

Tipps für deinen Oman Roadtrip

  • Schnorcheln bei den Daymaniyat Islands mit Daymaniat Shells: Hier kannst du bei einem halbtägigen Ausflug verschiedene Schnorchelspots rund um die Inseln erkunden. Ausrüstung, Wasser, Snacks und Guide sind inkludiert. Neben Korallen hast du die Chance Schildkröten, Rochen und je nach Jahreszeit auch Walhaie zu sehen.
  • Mit Geländewagen und Dachzelt reisen: Über meine Arbeit bei nomad Reisen hatte ich die Möglichkeit mit Jeep und Dachzelt unterwegs zu sein und würde dies jedem empfehlen, da im Oman das wildcampen erlaubt ist und die Hotelpreise sehr hoch sind! Zudem kannst du deinen Schlafplatz jeden Tag selbst wählen und dein Zelt an den schönsten Plätzen im Oman aufstellen.
  • Schwimmtrekking im Wadi Shab: Nach der Überfahrt mit dem Boot musst du noch etwa eine Stunde wandern bis du zum ersten der drei Wasserbecken gelangst. Diese gehen ineinander über und münden am Ende in einer Höhle mit Wasserfall. Je nach Wasserstand musst du in diese Höhle tauchen oder kannst durch einen schmalen Felsspalt schwimmen.
  • Wanderung entlang des Grand Canyons des Omans: Hier kannst du direkt an der Abbruchkante entlang wandern, bis du am Ende in ein verlassenes Dorf gelangst. Wunderschöne Ausblicke in den Canyon sind garantiert!

Weitere Infos sowie unsere Route findest du hier.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s