Oman – Unsere Reiseroute

Den Oman auf eigene Faust bereisen, geht das? Ja, das geht und zwar ausgezeichnet!

Hier findest du unsere Route mit vielen Tipps für Aktivitäten. 

Nach Ankunft in Muscat ging es gleich zu einer der größten Sehenswürdigkeiten im Oman – der großen Sultan Qaboos Moschee in Muscat. Unser Fahrer begleitete uns hinein und führte uns durch die verschiedenen Räume.

Achtung: Frauen müssen ein Kopftuch tragen und JEDER muss langes Gewand tragen, sprich Arme und Beine bedecken!

Im Anschluss ging es ins Hotel, wo wir unseren Mietwagen mit Dachzelt übernahmen. Den Nachmittag nutzten wir zur Erkundung Muscats. Mit dem Taxi ging es zum Startpunkt des Riyam Treks in Alt Muscat. Dies ist ein ehemaliger Eselspfad, welcher  lange die einzige Verbindung der Stadtteile Alt Muscat und Muttrah war. Im Stadtteil Muttrah angekommen, kannst du dir einen frischen Fruchtsaft im Souk bestellen und diesen ab dem späten Nachmittag erkunden.

Bevor wir Muscat verließen, stand noch ein Schnorchelausflug zu den Daymaniyat Inseln auf dem Programm. Mehr dazu hier. Im Anschluss folgten wir der Küstenstraße Richtung Osten bis nach Bimmah, zum Sinkhole. Hier wartete die nächste Erfrischung auf uns, bevor wir unsere erste Zeltnacht nahe dem White Beach Mukalla verbrachten.

Bimmah Sinkhole

Den nächsten Tag nutzten wir zur Erkundung der beiden naheliegenden Wadis – Wadi Shab und Wadi Tiwi. Zuerst ging es mit dem Boot zum Weg ins Wadi Shab. Nach etwa einer Stunde Wanderung waren wir am ersten Becken angekommen. Achtung, das erste Becken, welches du gleich nach einer Viertelstunde erreichst, ist noch nicht dein Ziel. Du musst hier den Weg zur Rechten nehmen! An den richtigen Becken angekommen, startet das Schwimmtrekking. Hier solltest du auf keinen Fall Sachen mitnehmen, welche nicht nass werden dürfen, da auch Teile des Weges schwimmend zurückgelegt werden müssen. Am Ende des letzten Beckens triffst du auf eine Höhle, in welche du je nach Wasserstand entweder schwimmen oder tauchen musst.

Im Anschluss fuhren wir noch hinauf ins Wadi Tiwi. Hier endet der Weg in einem kleinen Dorf. Wir wurden hier von einem sehr netten Einheimischen angesprochen und hinunter zum Wasserfall geführt. Hier wollte er uns noch zu einem weiteren Schwimmtrekking die weiteren Wasserfälle hinunter überreden, doch dieses lehnten wir dankend ab, da es bereits sehr heiß und wir zu erschöpft waren.

Diesmal suchten wir uns einen Campingplatz direkt am White Beach Mukalla aus und konnten den Nachmittag bei einem Bad im glasklaren Meer ausklingen lassen.

Unsere Route führte uns weiter durch Sur nach Ras al Jinz, zur Schildkrötenbesichtigung. Am kommenden Tag verließen wir die Küste und wendeten uns Richtung Landesinnere. Unser erstes Ziel war das Wadi Bani Khalid. Auch hier warteten erfrischende Süßwasserpools auf uns.

Doch unser eigentliches Ziel war das Sama al Wasil Desert Camp in der Wahiba. Auf dem Weg zum Camp konnten wir viele Kamelfarmen sehen und unternahmen noch eine Wanderung in den Dünen.

Achtung: Reifendruck regulieren!

Am nächsten Morgen mussten wir die Wüste auch schon wieder verlassen und gelangten über den kleinen Ort Jalaan Bani Bu Hassan wieder an die Küste, welche uns die kommenden Tage immer begleitete.

Ein sehr schöner und lohnenswerter Ausflug bietet sich zu den Sugar Dunes nahe Khaluf an. Um von Norden hierhin zu gelangen, sind GPS Koordinaten oder die Hinweise im explorer Offroad Guide wichtig, da die Strecke nicht angeschrieben ist und teilweise über den Strand führt.

Sugar Dunes Khaluf

Von den fast weißen Dünen geht es weiter Richtung Süden bis nach Shuwaymiyah. Dieses eher unbekannte und wenig besuchte trockene Wadi liegt nahe Salalah und bietet sich für eine weitere Übernachtung an.

Den kommenden Tag kann man entweder für Ausflüge nach Taqah und Mirbat nutzen oder direkt nach Salalah fahren. Wir fuhren erstmals durch Salalah hindurch und erkundeten Mughsail Beach, welcher für die sogenannten Blowholes bekannt ist. Während es bei Shuwaymiyah noch trocken und kahl ist, findet man im Sommer in Salalah ein ganz anderes Wetter, den sogenannten Khareef vor. Durch die umliegenden Berge ist im Sommer in der Monsunzeit Salalah ein grünes, kühles, feuchtes Paradies, was viele Touristen aus anderen arabischen Ländern anzieht. Diese picknicken im Nieselregen auf den sattgrünen Wiesen. Überall gibt es Stände, welche von Kameleintopf, über Spieße bis zu Crepe alles anbieten. Auch frisches Obst findet man an den vielen Ständen in Salalah und kann einen Spaziergang durch die Plantagen unternehmen. Salalah ist zudem bekannt für den Weihrauch, welcher seit langem in dieser Region hergestellt wird und einst zu großem Reichtum führte.

Vom heißen Klima der letzten Wochen konnten wir uns kaum erholen, da hieß es auch schon wieder weiter zurück Richtung Muscat. Diesmal verließen wir Salalah über die Bergkette im Norden und fanden uns bald in einer weitläufigen Wüstenlandschaft wieder. Zur Linken begleiteten uns nun die Ausläufer der großen Sandwüste, der Rub al-Khali. Knapp über 1000 Kilometer lang ist die Inlandsstrecke zwischen Muscat und Salalah. 1000 Kilometer mit kaum Orten oder sonstigem Leben. Einzig ein paar Tankstellen und jede Menge Baustellen treffen wir an.

Unser nächstes Ziel war Nizwa. Hier bummelten wir über den Markt und erkundeten das Fort.

Nach knapp zwei Wochen Reise war unser nächstes Ziel der Jabal Akhdar, welcher auch grüner Berg genannt wird. Hier gedeihen das ganze Jahr über verschiedene Früchte auf den Plantagen. Im Sommer wachsen hier vor allem Granatäpfel, während im Frühling die Rosen blühen, welche zu Öl oder anderen Produkten verarbeitet werden.

Den nächsten Tag nutzten wir für eine kleine Wanderung von Al Aqur bis Sayiq und wieder zurück. Die Wanderung startet nahe des Lady Diana Viewpoints, wo heute das Anantara Hotel steht, und führt durch mehrere kleine Dörfer und Plantagen bis nach Sayiq. Auf dem gleichen Weg oder mit dem Taxi geht es wieder zurück. Für beide Richtungen brauchst du rund 4 Stunden.

Im Anschluss blieb uns noch Zeit weitere Dörfer, wie etwa Bani Habib zu erkunden.

Heute mussten wir den grünen Berg auch schon wieder verlassen und fuhren nach Bahla, wo wir das Fort und den Markt erkundeten.

Bahla Fort

Im Anschluss besuchten wir noch das sehr gut restaurierte Wohnfort in Jabreen, welches zu einem Museum umgebaut wurde.

Die Nacht verbrachten wir wieder in Nizwa, da am nächsten Tag der Tiermarkt stattfand. Dieser findet jeden Freitag früh morgens statt und lockt Omanis aus der ganzen Region an. Er ist einer der letzten Märkte, wo noch lebendige Tiere gehandelt werden.

Nach dem Tiermarkt verließen wir Nizwa und fuhren nach kurzen Stopps in al-Hamra und Misfat al Ibreen hinauf auf den höchsten Berg des Omans, den Jabal Shams. Hier suchten wir uns direkt an der Abbruchkante einen schönen Stellplatz und genossen unser Lagerfeuer.

Nach der wunderschönen Wanderung entlang des Wadi Nakhrs, dem Grand Canyon des Omans, fuhren wir wieder hinab vom Sonnenberg und wendeten uns Muscat zu.

Die letzte Etappe führte uns ins Wadi Bani Awf, welches fantastische Ausblicke auf die Gebirgswelt bot.

Fragen zum Visa, Essen oder ähnlichem? Hier lang.

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